Auf Spurensuche von „The Holy Mountain“
Friday, den 17. October 2008Alejandro Jodorowskys Filme besitzen diese unvergesslichen Bilder, die einzigartig sind im filmhistorischen Gedächtnis. Wo El Topo Motive des Western-Genres aufgreift und neu interpretiert, entwickelt Jodorowsky in Holy Mountain eine Grammatik unverbrauchter und surrealer Bilder. Für den Zuschauer bedeutet diese neue Grammatik eine visuelle Abenteuerreise, mit dem Ziel, der menschlichen Existenz und dem Sinn des Lebens etwas genauer auf die Spur zu kommen. Dabei ist es egal, ob die Antwort nun in der Religion, der Philosophie oder im Tarot zu finden ist.
Auch wenn sich Holy Mountain als Film über weite Strecken einer kohärenten Interpretation verweigert, besitzen die Aufnahmen eine derartige Schöpferkraft, dass man sie nur schwer wieder vergessen kann. Holy Mountain ist reich an einzigartigen Bildern, die weder Vorbild kennen noch kopierbar sind. Einen großen Anteil an der visuellen Faszination von Holy Mountain haben die faszinierenden Drehorte. Jodorowsky inszenierte El Topo und Holy Mountain komplett in Mexiko, zum Teil im Studio, häufig aber auch an Originalschauplätzen, zum Unmut der mexikanischen Bevölkerung, die den Dreharbeiten mit Skepsis beiwohnte.





