von Fabian Hübner

Zunächst sollte es nur ein Musikvideo für Daft Punks „Human after all“ werden, doch das Musikerduo, bestehend aus Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, erweiterte diese Idee spontan, als es merkte, dass sich die Dynamik beim Drehen selbstständig machte. „Bei diesem Film nutzten wir dieselbe Herangehensweise wie damals, als wir anfingen, Musik zu machen: etwas kreieren, ohne auf irgendwelche Regeln oder Standards zu achten“, so Thomas Bangalter, der nicht nur zusammen mit seinem Kollegen Regie führte, sondern auch für die komplette Kinematographie verantwortlich zeichnete, nachdem er sich zuvor 200 Ausgaben des American Cinematographer zur Vorbereitung angeschafft hatte.
Für Daft Punk ist es nicht die erste Begegnung mit dem Medium Film. Ihr Album Discovery haben sie zusammen mit dem japanischen Regisseur Kazuhisa Takenouchi zu dem Anime Interstalla 555 fusioniert und der Soundtrack zu Gaspar Noés Irréversible wurde von Bangalter geschrieben. Bei Electroma hingegen haben Daft Punk bewusst auf ihre eigene Musik verzichtet, um den Film nicht seiner Eigenständigkeit zu berauben. So sind es die Klänge von Musikern wie Todd Rundgren, Brian Eno und sogar Curtis Mayfield, welche die Odyssee zweier Roboter auf ihrer Suche nach Menschlichkeit begleiten.

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