Das eigene Heimkino

1. Allgemeines zum Thema Heimkino

Wenn man sich ein eigenes Heimkino einrichten möchte, dann sollte man sich zunächst im Klaren darüber sein, ob man einen bestehen Raum oder einen separaten Raum dafür nutzen möchte.
Man kann zum Beispiel das Wohnzimmer umgestalten oder man nimmt einen quasi neuen Raum und richtet diesen nur für das Heimkino ein.
Zu bedenken ist immer, dass sich in jedem Fall alles nach dem Bild ausrichtigen wird und Lautsprecher sichtbar sein werden.

2. Raum und Bild

Kinoerlebnis beginn mit der Atmosphäre eines Raums. Sitzmöbel, Farben, Licht und noch vieles Mehr beeinflussen den Raum und das Erlebnis.

2.1 Anforderungen an den Raum

In der Regel möchte man bei einem Heimkino ein schönes großes Bild haben. Dabei muss man aber auch den Sitzabstand berücksichtigen der sich nach der Bildbreite richtet (nicht nach der Bilddiagonalen) und man sollte bedenken, dass für einen richtigen Surround-Klang die Möbel nicht an der Wand stehen dürfen. Die Surround-Lautsprecher müssten hinter den Sitzplätzen sein.
Der Raum sollte zudem gut abzudunkeln sein und keine Lichtreflektierenden Flächen haben, die beim Filmschauen stören. Entsprechend ist das Licht am besten indirekt zu gestalten.
Nicht zu vergessen ist die Belüftung. Bei mehreren Personen in einem Raum ist die Luft schnell verbraucht und die Luftfeuchtigkeit erhöht sich. Es sollte daher genügend Frischluft in den Raum gelangen, bzw. nach der Benutzung des Raumes dieser gut durchlüftet werden können.

2.2 Bildformat

Beim Bildformat hat man die Möglichkeit zwei Formate zu wählen. TV-Format 16:9 oder Cinemascope-Format 21:9.
In der Regel sollte man 16:9 wählen, da alle Medien dieses Format unterstützen. Das absolute Kinoerlebnis erreicht man aber nur mit dem 21:9 Format, wie es eben auch im Kino der Fall ist. Allerdings sollte man dieses Format nur wählen, wenn der Raum ausschließlich als Heimkino genutzt wird.
Sobald man einen Beamer für das 21:9 Format einsetzt und hier auch Fernsehen schauen, oder Spiele spielen möchte, ist das Cinemascope-Format ungeeignet, da der zusätzliche Aufwand für Formatumstellungen von 21:9 auf 16:9 recht kostenintensiv ist.

2.3 Abstand zum Bild

Der Mensch hat ein Sichtfeld von ca. 170° horizontal. Altersbedingt variiert dieser Wert. Zum Verfolgen eines Geschehens bewegt man nicht nur die Augen, sondern auch den Kopf. Damit es nicht anstrengend oder ermüdend wird, wird oft ein Sichtfeld von 30° für den Blick auf ein Bild angenommen.
Beim Einrichten eines Heimkinos hat sich dieser Wert jedoch als zu klein heraus gestellt. Hier ist ein Wert von 40° bis 44° zu empfehlen, da ansonsten die Entfernung zum Bild recht groß und der Kinoeffekt dadurch geschmälert wird.
Somit lässt sich nur anhand der Bildbreite und des Sichtfelds ein Abstand für den Betrachter ermitteln. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Betrachter mittig vor dem Bild sitzt.
Die Berechnung lautet: 1/2 Bildbreite : Tangens(1/2 Sichtfeld) = Sitzabstand (Augenabstand)
Beispiel: Die Bildbreite beträgt 1,8m.
Berechnung: 90cm : Tangens(20) = 247cm
Mit dem Taschenrechner: 90 : 20 tan = 247
Anmerkung: Bei einem Heimkino mit Fernseher wird man fast immer zu weit weg vom Bildschirm sitzen. Es sei denn der Fernseher ist sehr groß und der Raum sehr klein.

3. Möblierung, Beleuchtung und Farben

In einem Kino, bzw. Heimkino möchte man bequem sitzen und kein grelles oder störendes Licht haben.

3.1 Die Sitzmöbel

Damit ein Gefühl von Kino aufkommt, sollte man Sessel auswählen und kein Sofa. Es sei denn ein Wohnzimmer wird zu einem Heimkino und bestehende Möbel sollen integriert werden.
Einen Film sollte man aufmerksam verfolgen, wozu auch die Sound-Effekte gehören. Daher ist eine aufrechte Sitzposition, wie eben auch im Kino, zu bevorzugen. Insbesondere die Surround-Lautsprecher sollten durch Rückenlehnen nicht verdeckt werden.
In jedem Fall ist die Größe der Möbel zu bedenken und dass hinter der letzten Sitzreihe (sofern es mehrere Sitzreihen gibt) noch die Surround-Lautsprecher aufgestellt werden müssen.
Bei einem 7.1 System kommen noch seitliche Lautsprecher dazu, die wie die hinteren Surround-Lautsprecher den gleichen Abstand zur Seite benötigen.

3.2 Das Licht

Beleuchtung ist am angenehmsten, wenn sie indirekt ist. Natürlich kann man auch immer noch zusätzliche Wandbeleuchtungen oder Spots einsetzen für gezieltes Beleuchten. Dabei sollte man immer darauf achtet, dass die Lampen nicht alle gleichzeitig geschaltet werden, sondern in unterschiedlichen Gruppen aufgeteilt sind. Zum Beispiel eine Beleuchtung in Fußleistenhöhe für den Fall das jemand mal während eines Films raus muss.
Auf jeden Fall sollten Dimmer zum Einsatz kommen, so wie es auch im Kino gemacht wird. Der Film geht los und das Licht wird langsam herunter gedimmt, bzw. wenn der Film zu Ende ist wird das Licht langsam wieder heller.
Manchmal möchte man den Raum vielleicht nicht komplett dunkel haben und da würde sich ein Sternenhimmel anbieten, den man dann einfach ganz herunterdimmen kann.
Ideal ist es die Beleuchtung über eine Fernbedienung oder auch Smartphone oder Tablet zu steuern. Man möchte ja nicht im Dunkeln nach den Schaltern suchen.

3.3 Die Farben

In einem Wohnzimmer hat man gerne helle Farben, Glasvitrinen und vielleicht noch einen Glastisch. Für ein echtes Kinoerlebnis sind diese Dinge eher störend. Helle Farben reflektieren das Licht vom Fernseher, bzw. der Leinwand und lenken so vom eigentlichen Film ab. Von daher sollten Boden, Decke und Wände sehr dunkel (am besten in Schwarz) sein und matte Oberflächen haben. Das gleiche gilt für die Möbel und weiter Einrichtungsgegenstände. Glas kann wie ein Spiegel wirken und im schlimmsten Falle den Film wie in einem Kaleidoskop mehrmals darstellen. Von daher sollte man alles an Einrichtungsgegenständen so gut wie möglich vermeiden, das Licht gut reflektieren kann. Alternativ können diese Gegenstände bei einem Kinoabend auch einfach abgedeckt werden.

4. Akustik

In einem Heimkino reicht es nicht einfach nur große und starke Lautsprecher aufzustellen. Es ist auch sehr wichtig, dass der Raum so ausgestattet wird das keine Halleffekte auftreten.

4.1 Raumausstattung

Bei der Ausstattung eines Raumes für ein Heimkino geht es darum den Halleffekte, bzw. das Nachhallen zu reduzieren.
Grundsätzlich sind glatte Oberflächen zu vermeiden. Je größer und glatter eine Oberfläche ist, umso besser kann sie den Schall (den Ton) reflektieren. Daher ist in Kinos oft nicht nur Teppich auf dem Boden, sondern auch an den Wänden zu finden. Teppich hat keine glatte Oberfläche (auch wenn es so aussehen mag) und „schluckt“ daher den Schall recht gut.
Vorhänge aus schwerem Stoff haben ebenso einen Effekt. Typisch ist hier der Vorhang der die Leinwand verdeckt und später Rechts und Links von der Leinwand hängt und so die glatte Wand abdeckt.
Eine glatte Decke kann man mit Styropor-Leisten und Styropor-Ornamenten verzieren, oder man hängt einen dicken Stoff wie ein Segel unter die Decke.
Steht ein Lautsprecher nahe an einer glatten Wand die den Schall reflektiert, dann kommt es zu einer sofortigen Reflexion. Der Ton kommt zunächst über den Lautsprecher ans Ohr und mit kurzer Verzögerung nochmal durch die Reflexion.
Eine Möglichkeit ist es den Lautsprecher weiter von der Wand zu platzieren, was aber in den meisten Fällen aus Platzgründen nicht machbar sein wird. Eine andere Möglichkeit ist es nahe dem Lautsprecher einen Stoff, bzw. Vorhang aufzuhängen oder zum Beispiel eine Paneele aus Schaumstoff anzubringen. In jedem Falle etwas das die glatte Oberfläche der Wand bricht.

4.2 Lautsprecher Standort

Egal ob ein 5.1 oder 7.1 System, wichtig ist das die Lautsprecher (ausgenommen hier ist der Subwoofer) symmetrisch aufgestellt werden.
Der Center-Lautsprecher sollte immer mittig unter dem Bildschirm platziert werden. Der ideale Standort ist allerdings hinter dem Bild, was aber nur möglich ist bei einer schalldurchlässigen Leinwand.
Die zwei Front-Lautsprecher werden Rechts und Links vom Bildschirm, bzw. der Leinwand aufgestellt. Bei kleinen Bildschirmen sollte ein größerer Abstand gewählt werden, um einen breiteren Klangeffekt zu erzielen. Immer darauf zu achten ist das der Abstand zur Seitenwand nicht zu klein ist, bzw. Reflexionen vermieden werden. Die ideale Höhe der Lautsprecher ist die Ohrhöhe. Ist der Bildschirm oder die Leinwand relativ hoch angebracht, so können die Lautsprecher bis maximal zur Bildmitte nach oben verschoben werden. Wichtig: Die Lautsprecher dürfen nie in der Nähe der Decke platziert werden!
Die Surround-Lautsprecher sind immer hinter der Hörposition. Bei einem 7.1 System sollten die seitlichen Lautsprecher maximal in Höhe der Hörposition, jedoch besser etwas dahinter liegen. Surround-Lautsprecher sollten immer auf Ohrhöhe platziert werden. Als Faustregel kann man sagen, dass Surround-Lautsprecher von allen Sitzplätzen aus zu sehen sein müssen.
Die Frequenzen des Subwoofers kann das menschliche Gehör nicht orten. Von daher gibt es beim Aufstellungsort nicht ganz so viel zu berücksichtigen. Typischerweise wird der Subwoofer zwischen dem Center- und dem rechten oder linken Front-Lautsprecher aufgestellt. Beachten sollte man trotzdem folgendes:
Den Subwoofer nicht in eine Ecke stellen, denn das führt zu einem Dröhnen des Basses.
Nicht zu dicht an einer Wand aufstellen. Das führt dazu, dass der Schall einseitig stark reflektiert wird.

5. Kabelverlegung

Ein Heimkino benötigt richtig viel Kabel. Jedes einzelne Gerät, jede Lampe, jeder Schalter braucht mindestens ein Kabel. Nicht zu vergessen, dass beim Fernseher, bzw. Beamer und beim Receiver für die Lautsprecher sehr viele Kabel zusammenlaufen und dafür auch Platz gebraucht wird.
Es gibt nichts Schlimmeres als wahllos herumliegende Kabel. Zum einen sind sie eine Stolperfalle und zum anderen sieht es einfach schlecht aus. Kabel sollten am besten komplett unsichtbar sein. Insbesondere dann, wenn zum Beispiel das Wohnzimmer als Heimkino dient. Unangenehm, wenn zwischen den schönen Möbeln die Kabel herumliegen.
Wenn die Möglichkeit besteht, dann sollten Kabelkanäle genommen werden die gleichzeitig als Sockelleiste dienen. Die Kabel sind so aufgeräumt und man hat gleichzeitig einen sauberen Wandabschluss.
Kabelkanäle bieten sich immer dann an, wenn Kabel zusammengefasst werden müssen. Auch die Kabel, die hinter einem Fernseher zum Receiver laufen. Einfach einen flachen abgerundeten Kabelkanal nehmen und wenn nötig noch in der Wandfarbe überstreichen. Fällt nicht auf und die Kabel sind versteckt.
Sollte es nicht anders gehen und Kabel müssen auf dem Boden liegen, dann gibt es dafür speziell flache und trittfeste Kabelkanäle.

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